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Günstig heizen mit Holz und Holzpellets

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Im Zuge steigender Preise für Energie dürfte und sollte allgemein auch die Motivation steigen, mit Energie möglichst sparsam umzugehen und z.B. kostengünstige Lösungen für das Heizen zu suchen.

Eine besonders kostengünstige Variante ist dabei das Heizen mit einer Holzheizung. Holz wie auch Holzpellets sind bei vergleichbarer Heizleistung bzw. Energiemenge deutlich günstiger als Öl und Gas. Bei der Einrichtung einer Holzheizung im Rahmen der Sanierung von Altbauten kann man zudem finanzielle Förderung in Anspruch nehmen.

Warum ist Heizen mit Holz besonders günstig?

Geheizt wird in Deutschland mit Hilfe unterschiedlicher Energieträger: Fernwärme, Strom, Öl, Gas, Kohle, Holz, Solarthermik...

Dabei lassen sich bei gleicher Energiemenge deutliche Preisunterschiede zwischen den unterschiedlichen Energieträgern feststellen.

Besonders teuer ist Heizen mit Strom. Eine Kilowattstunde kostet deutlich über 20 Cent. Mit Öl ist 1 kWh bereits für 9 Cent zu haben, mit Gas für 7 Cent. Besonders günstig ist Heizen mit nachwachsenden Rohstoffen wie Holz: Mit Holzpellets kostet 1 kWh lediglich 5 Cent (Quelle: Heizkostenrechner bei zentralheizung.de, Stand: Herbst 2012). Wer mit eigenem Waldgrundstück oder auf anderen Wegen einen guten Zugang zu Feuerholz hat, für den dürften die Kosten noch geringer als 5 Cent pro kWh ausfallen.

Ein Preisvergleich unterschiedlicher Energieträger lohnt sich also in jedem Fall. Wer sich beim Hausbau frei entscheiden kann, welches Heizsystem er installiert, für den dürfte Heizen mit Holz in vielen Fällen die erste Wahl sein.

Das Heizen mit Holz ist zudem auch als nachhaltig einzustufen. Holz wächst immer wieder nach. Es entstehen nur geringe Transportkosten, da es regional gewonnen werden kann (im Gegensatz zu Erdöl oder Erdgas). Das Heizen mit Holz gilt als CO2-neutral, da bei der Verbrennung von Holz genau so viel CO2 ausgestoßen wird, wie der Baum beim Wachsen aufgenommen hat. Nach Berechnungen des Öko-Instituts von 2010 resultieren aus der Verbrennung von Öl bis zu 15mal mehr CO2-Emissionen als aus der Verbrennung von Scheitholz.

Eine andere Sache ist der Umstieg auf ein neues Heizsystem, wobei zusätzliche Kosten in Höhe von mehreren Tausend Euro für einen Wechsel anfallen. Allerdings könnte auch hier ein Vergleich unter Berücksichtigung von jährlichem Verbrauch und Laufzeit der vorgenommenen Investition zu einem positiven Ergebnis führen. Wichtig ist, dass die Heizungsanlage in ihrer Leistung auf den tatsächlichen Bedarf der jeweiligen Immobilie abgestimmt ist. Dazu sollte man sich von qualifizierten Firmen des Heizungsbaus beraten lassen.

Zudem sollte man sich vorab von qualifizierten Energieberatern beraten lassen, die auch über finanzielle Fördermöglichkeiten bescheid wissen, die man bei der Einrichtung eines modernen und effizienten Heizsystems oder bei der Umstellung darauf in Anspruch nehmen kann.

Welche technischen Lösungen gibt es für das Heizen mit Holz?

Beim Heizen mit Holz denkt man vermutlich zunächst an einen klassischen Kachelofen oder einen offenen Kamin, der in der Wohnstube steht und mit Kohle oder Holzscheiten bestückt werden kann. Die Älteren unter uns kennen vielleicht auch noch Küchenherde, die mit Holz und Kohle befeuert werden. Allerdings ist eine solche Art des Heizens auch sehr mühsam, da Holz und Kohle jeweils bei Bedarf aus dem Keller oder einem Schuppen in die jeweiligen Räume geschleppt werden müssen. Außerdem kann auf diese Weise immer nur für den aktuellen Bedarf geheizt werden. Moderne Heizsysteme bieten allerdings auch die Möglichkeit, Wärme zu speichern und damit für einen längeren Zeitraum zur Verfügung zu stellen.

Allerdings lässt sich auch die zentrale Heizungsanlage auf Basis von Holz oder Holzabfallprodukten betreiben. Zentrales Element ist dabei entweder eine Holzkesselheizung oder ein wassergeführter Kaminofen. Ein Wasserkreislauf sorgt für die Versorgung der angeschlossenen Räume mit Wärme sowie auch für die Warmwasserheizung. Die Holzkesselheizung befindet sich dabei üblicherweise im Keller. Das benötigte Brennmaterial kann ebenfalls dort gelagert werden. Ein wassergeführter Kaminofen kann auch im Wohnzimmer aufgestellt werden und sorgt dabei je nach Design auch für einen angenehmen optischen Effekt, wenn die Flammen hinter dem Sichtfenster in Rot, Orange und Gelb flackern.

Einen besonderen Komfort bieten Heizsysteme auf Basis von Holzpellets. Pellets sind kurze Stifte aus gepresstem Holz, die in Säcken geliefert werden. Der Brennstoff kann dem Heizkessel dabei sowohl manuell als auch über Rohrleitungen vollautomatisch zugeführt werden.

Eine solche Anlage kann und sollte um weitere Elemente ergänzt werden. Wer auch die Wärme der Sonne (Solarthermie) nutzen möchte, kann z.B. auf dem Dach Solarpanels installieren. Zur Speicherung der daraus gewonnenen Wärme gibt es Pufferspeicher in unterschiedlichen Größen. Sehr große Speicher (die allerdings für den Einbau in Einfamilienhäusern eher nicht in Frage kommen) können Wärme auch über einen sehr langen Zeitraum speichern. Die Wärme wird dabei in großen Wasserkesseln gespeichert. Mit Hilfe eines kleineren Pufferspeichers lässt sich zumindest gewährleisten, dass das Temperaturniveau im Haus auch bei einer Phase der Abwesenheit ohne weiteres Heizen auf einem gewissen Niveau verbleibt. Das Wiedererwärmen eines ausgekühlten Hauses erfordert dagegen einen stark erhöhten Energiebedarf. Auch sollte eine Immobilie keinesfalls soweit auskühlen, dass evtl. Schäden an Wasserleitungen usw. resultieren.

Die Kosten für ein solches System hängen von der Größe des Hauses, evtl. notwendigen Umbauten, der Anzahl und Größe der verwendeten Komponenten und dem Design ab.

Bei der Optimierung des Heizsystems einer Immobilie ist natürlich auch an die Isolierung und Dämmung von Wänden, Dächern, Fenstern und Türen zu denken, um den Heizbedarf und damit auch die Kosten für das System und das Brennmaterial von Anfang an geringzuhalten.

Welches Holz kommt für das Heizen in Frage?

Holzkesselheizungen, wassergeführte Kaminöfen und andere Öfen sind jeweils für unterschiedliche Arten von Holz und darauf basierenden Produkten wie etwa Holzpellets oder Holzbriketts ausgelegt.

Wer als Eigentümer oder Pächter eines forstwirtschaftlich nutzbaren Grundstücks oder aus anderen Gründen einen günstigen Zugang zu Holz hat, der sollte natürlich darauf achten, dass der verwendete Ofen für grobes Holz (Scheitholz) ausgelegt ist.

Allerdings kann und sollte auf keinen Fall frisches und noch feuchtes Holz direkt aus dem Wald verbrannt werden. Wird frisches und feuchtes Holz verbrannt, entstehen bei der Verbrennung Schadstoffe. Auch kann es zu Schäden an der Anlage kommen. Des weiteren sollte auf keinen Fall lackiertes oder mit anderen chemischen Mitteln behandeltes Holz verbrannt werden.

Das verwendete Holz sollte zunächst ausreichend zerkleinert (gesägt und in einzelne Scheite gehackt) und dann für mindestens ein Jahr getrocknet werden.

Günstige Bedingungen für das Heizen mit Holz

Aus den bisherigen Ausführungen lässt sich bereits ableiten, dass es von Vorteil ist, wenn man einen günstigen Zugang zu Holz hat. Aber auch aus dem Handel beziehbare Holzpellets sind letztlich noch günstiger als andere Energieträger wie Öl und Gas. Energieberater gehen auch davon aus, dass die Preise von Holz und Holzpellets aufgrund der regionalen Herkunft und einer gesunden Wettbewerbstruktur kaum steigen werden. Im Gegensatz zu den Preisen für Öl und Gas.

Da frisches Holz für die Verbrennung eher nicht in Frage kommt, ist es sinnvoll, wenn man auf seinem Grundstück am oder im Haus über ausreichend Platz zum Lagern der benötigten Menge an Holz über einen langen Zeitraum verfügt.

Wenn man als Eigentümer oder Pächter eines forstwirtschaftlichen Grundstücks mit grobem Holz arbeiten möchte, ist es natürlich von Vorteil, wenn man gern mit Säge und Axt umgeht und die damit verbundenen körperlichen Anforderungen nicht scheut.

In jedem Fall muss natürlich Platz zum Lagern von Holz oder Holzpellets in der benötigten Menge vorhanden sein, sofern man nicht jede Woche in den Baumarkt fahren möchte.

Welche finanziellen Fördermöglichkeiten gibt es?

Maßnahmen der energetischen Sanierung von Altbauten - dazu gehört auch die Installation einer Biomasse-Heizung (Holz, Pellets) oder einer Solarkollektoranlage (Solarthermie) - werden vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BafA) sowie der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Nähere Informationen dazu erhalten Sie bei qualifizierten und zugelassenen Energieberatern, die teilweise auch für die Antragstellung zuständig sind.

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